Der Landrat

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Dezember 2013 beschloss der Kreistag des Landkreis Gifhorn auf Initiative des Sozial- und Gesundheitsausschusses die Einrichtung eines Krisenberatungsdienstes, um Menschen in Notsituationen und bei psychischen Belastungen eine qualifizierte Soforthilfe zu geben. Auch außerhalb der Sprechzeiten des Sozialpsychiatrischen Dienstes sollten somit Ratsuchende eine Anlaufstelle für Krisensituationen bekommen.

Am 15. April 2014 bezog der Krisenberatungsdienst sein neues Domizil in den Räumlichkeiten der Tagesklinik der AWO Niedersachsen gGmbH auf dem Campus des Klinikums Gifhorn. Am 1. Mai 2014 nahm der Dienst dann dort seine Tätigkeit auf.

Nach nunmehr anderthalb Jahren Erfahrung lässt sich kaum noch bestreiten, dass die Einrichtung eines solchen Dienstes eine kluge und weitsichtige Entscheidung war. Immer mehr Ratsuchende wenden sich mit Ihren Anliegen per Telefon oder persönlich an die vor Ort anwesenden Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter. Dabei reichen die Probleme von Depressionen, Ängsten oder Panik über akute psychische Belastungen, akute Suchtprobleme, traumatische Erlebnisse, familiäre Konfliktsituationen sowie Verlusterlebnisse und Isolation bis zu suizidalen Stimmungslagen.

Vielfach gelingt es, durch diese Hilfen stationäre Krankenhausaufnahme zu vermeiden oder hinauszu-zögern, akute Krisen zu überwinden oder einfach nur Halt zu geben. Nur selten muss dabei die Unterstützung der im Hintergrund tätigen und in der Psychiatrie erfahrenen Ärztinnen und Ärzte in Anspruch genommen werden.

Die logische Folge dieser Entwicklung wird nach zwei Jahren Probezeit die Entscheidung der Politik sein, den Fortbestand dieser Einrichtung auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Deshalb möchte der Landkreis Gifhorn den Bekanntheitsgrad des Krisenberatungsdienstes, der zukünftig unter der Kurzbezeichnung „Krisendienst“ weitergeführt wird, mit Hilfe einer Online-Plattform weiter steigern.

Mit dem Besuch dieses Internetauftritts dokumentieren Sie, dass Sie sich als Betroffene, Angehörige, Fachleute oder aufmerksame Öffentlichkeit für dieses Angebot interessieren und das Anliegen des Landkreises Gifhorn, psychische belasteten Mitbürgerinnen und Mitbürgern eine fachlich fundierte Hilfe zur Verfügung zu stellen, aktiv mittragen. Dafür bedanke ich mich im Namen der Politik und der Verwaltung, aber auch der Ratsuchenden recht herzlich.

Ihr
Dr. Andreas Ebel
Landrat